Amyloidose ist eine seltene Krankheit, die weltweit nur wenige Menschen betrifft. Sie ist eine komplexe Erkrankung, die vielfältige Symptome verursachen kann, von Müdigkeit und Schwäche bis hin zu Herzinsuffizienz und Nierenschäden. Ist Amyloidose heilbar? In diesem Artikel beantworten wir diese Frage auf Grundlage dieser Studie: www.myamyloidosisteam.com/resources/can-amyloidosis-be-cured?
Remission möglich, aber keine Heilung
Zwischen Heilung und Remission besteht ein großer Unterschied, und bei der Amyloidose ist es wichtig, ihn zu kennen. Beide Begriffe können verwendet werden, wenn keine Anzeichen und Symptome der Krankheit mehr vorhanden sind. Der Unterschied zwischen ihnen ist jedoch entscheidend.
Ist ein Patient geheilt, bedeutet das, dass die Ursachen der Krankheit verschwunden sind, dass sie sich nicht verschlimmern und nicht zurückkehren wird und dass wegen dieser Krankheit weder Arztbesuche noch eine Behandlung nötig sind.
Befindet sich ein Patient dagegen in Remission, sind die Ursachen der Krankheit vorhanden, aber unter Kontrolle: Die Krankheit kann sich verschlimmern, Symptome können wiederkehren, die ärztliche Nachsorge geht weiter und manche Behandlungen müssen fortgesetzt werden.
Bei der Amyloidose sind Heilungen leider sehr selten. Sie gehört zu den sogenannten „unheilbaren“ Krankheiten. Eine Behandlung, die die Krankheit direkt heilen kann, wurde noch nicht gefunden. Eine Remission ist jedoch möglich. Manchmal, aber sehr selten, führen die Behandlungen, mit denen eine Remission erreicht werden soll, zur Heilung des Patienten. Man sollte sich aber bewusst sein, dass dies sehr seltene Fälle sind, um sich keine nahezu vergebliche Hoffnung zu machen.
Prognose und Behandlung
Die Prognose der Amyloidose hängt von vielen Faktoren ab, darunter die Form der Amyloidose, der Schweregrad der Erkrankung und wie schnell sie diagnostiziert und behandelt wird. Im Allgemeinen ist die Prognose bei der lokalisierten Amyloidose, die nur ein Organ oder Gewebe betrifft, besser als bei der systemischen Amyloidose, die mehrere Organe und Gewebe betrifft. Mit einer geeigneten Behandlung und Betreuung können jedoch viele Menschen mit Amyloidose jahrelang mit der Krankheit leben.
Welche Behandlungen konkret in Frage kommen, hängt von der Form und dem Schweregrad Ihrer Amyloidose ab. Derzeit gibt es verschiedene Behandlungen, die helfen können, die Symptome zu lindern und das Fortschreiten der Krankheit zu verlangsamen. Dazu gehören Chemotherapie, Stammzelltransplantation, Lebertransplantation und unterstützende Behandlung. Die unterstützende Behandlung kann Medikamente (Alkeran, Cytoxan, Velcade, Darzalex…) und/oder Änderungen der Lebensweise umfassen (wie zum Beispiel im Artikel https://www.amyloidosisalliance.org/amyloidosis-and-physical-activity/ erklärt).
Forschung für eine Heilung
Derzeit laufen klinische Studien, um bessere Behandlungen für Amyloidose zu finden. Diese Studien könnten zu einer Remission oder im besten Fall zu einer Heilung führen. Hier einige Beispiele für Studien, die derzeit laufen:
- Vibramycin (Doxycyclin), ein Antibiotikum, das Amyloidfibrillen abbauen kann
- PRX-004, ein Antikörper, der die Konzentration von Amyloidprotein senken könnte
- AG10, ein Molekül, das die Bildung von Amyloid verhindern könnte
