Proteinablagerungen am Auge können bei ATTRv-Patienten häufig sein

Einer spanischen Studie zufolge können Menschen mit hereditärer Transthyretin-Amyloidose (ATTRv) im Laufe der Zeit Augenprobleme entwickeln.

Die Forschenden stellten nämlich fest, dass Symptome an den Augen oft später auftreten als andere Symptome der Krankheit. Patienten mit hereditärer Transthyretin-Amyloidose wird daher empfohlen, sich regelmäßig augenärztlich untersuchen zu lassen, um sicherzugehen, dass ihre Augen nicht von der Krankheit betroffen sind. Auch wenn sie anfangs keine Anzeichen einer Augenschädigung zeigen, kann sich diese im Laufe der Zeit rasch entwickeln.

Die Studie „Ophthalmologic Involvement in Patients with Hereditary Transthyretin Amyloidosis“ wurde in der Fachzeitschrift Retina veröffentlicht.

Augensymptome treten meist später auf als neurologische oder kardiale Symptome

Bei Patienten mit hereditärer Transthyretin-Amyloidose sind die ersten Anzeichen der Krankheit oft kardiale und neurologische Beschwerden. Im weiteren Verlauf können dann Verdauungs- und Augenprobleme hinzukommen.

Ein Team spanischer Forschender untersuchte 58 Augen von 29 Menschen mit ATTRv, die in ihrem Zentrum behandelt wurden, im Detail. Etwa ein Drittel der untersuchten Augen wies Anzeichen der Krankheit auf. Die Augenschädigung war bei Frauen häufiger. Oft fanden sich Amyloidablagerungen im Glaskörper oder krankhafte Proteinablagerungen in der Linse.

Um zu bestimmen, welche genetischen Mutationen eher zu einer Augenschädigung führen, müssen die Forschungsteams größere Studien durchführen.

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